Mittwoch, 5. Februar 2014

Ist der Mensch nicht mehr gut genug?


Wieso haben Menschen heute etwas gegen Behinderte


Nun, es gibt ja die Pränataldiagnostik PND. Logisch? Haben Sie etwas gegen Behinderte, haben Sie denn gar kein Mitleid mehr, die Leute heute. Wer sagt denn, dass die behindert sind, nicht gesund, nicht lebenswert, nicht liebenswert, von schlechten Eltern .....


Da bekam eine Hebamme in Schweden Probleme weil sie sich weigerte bei Abtreibungen dabei zu sein und ihr wurde sogar Unwahrheit vorgeworfen, sie sei doch bloß nicht ehrlich. Haben sie das schon gelesen oder ähnliches vernommen? Und hier den Link und weitere gleich dazu.

Ihr, die ihr verhindern wollt, Nein zu sagen, wollt wohl nicht mehr tolerant sein?

“ Anti-abortion nurse claims religious bias 

A Swedish midwife who refused to assist with abortions at a hospital in southern Sweden has reported her former employers for religious discrimination, after they failed to extend her contract.
The student nurse spent her internship at a hospital in Eksjö where claimed she had been promised to work extra in the summer. When she told them that her faith prevented her from taking part in abortions, the hospital retracted its offer of summer employment, Ellinor Grimmark claimed in a complaint that has submitted to the Swedish discrimination watchdog Diskrimineringsombudsmannen (DO).
"I feel like their reaction was personal," she told the TT news agency on Friday. The midwife has now finished her studies and found work at another hospital, where staff had told her that her refusal to assist with abortions was not straightforward. (…..).”
Und einen weiteren Artikel gleich dazu:

Prenatal tests boost Swedish abortion figures
Published: 20 Nov 2013 12:28 GMT+01:00

More frequent prenatal testing for fetal abnormalities has lead to more early-term abortions in Sweden, a new report shows, with more than one in five foetuses now aborted following the discovery of chromosomal anomalies. (….)

-  I   -

Soll ich mal provokant sein? Heute braucht man halt kein Dachau mehr und kein Auschwitz, das ist der Vorteil der PND. Oder ist das zu provokant! Ich habe Zweifel, dass sich Menschen heute dessen bewusst sind, was da schon jahrelang geschieht. Natürlich, das ist doch sicher ganz etwas anderes, heute, sagen die Befürworter doch sicherlich? Da wird doch längst zu viel in einen Topf geworfen: das Recht mit der Moral, die Meinungsfreiheit, der Fortschritt, das demokratische Argument oder das des humanen, die Menschenrechte oder gar noch die Menschenwürde. Ist doch seltsam, dass kaum jemand vom blinden Gehorsam mehr reden möchte.

Ich jedoch möchte solche Argumente weniger verwenden, denn eben was mir daran nicht gefällt sind diese Verknüpfungen, die dabei vorgenommen werden und solcherform Vergleiche können Probleme beinhalten, denn man ist immer auch gezwungen, sich mit beiden Materien zu befassen.

Längst sind aus Kindern schon Erwachsenen geworden seit §218 (um1970f und auch später), und die sollen sich trotzdem dreinfügen, nicht ihre eigene Meinung haben, das eigene Leben mit Werten und Freiheit auch zu gestalten, aber das Korsett der z.B. Grünen/B90 und der Emanzenwelt, wie ich es hier mal nenne anziehen bzw. das zum GenderM  wurde. Wieso ist Herr Fischer denn nicht in Rente, so wie der Normalbürger oder frühpensioniert oder gar Herr Cohn-Bendit oder haben die nicht Altersschwäche, Demenz oder Parkinson, erzwobei der Papst ja ohnehin kritisiert wurde, wieso der überhaupt noch im Hohen Alter ans Fenster steht auf den Balkon im Vatikan und Menschen den Segen gab, Urbi et Orbi, Johannes Paul II.

Sogar manche Schauspieler wissen, wann es genug ist und sie besser aufhören oder mitunter auch Sportgrößen. Nur ist es die Mehrheit der Menschen, die solchen Luxus nicht haben, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind, die Behördenmühlen über sich ergehen lassen müssen, die Maßnahmen und Umschulungen besuchen sollen und denen sonst das Geld gestrichen wird, die Unterstützung, aber in der Berufs- und anderen Schulen werden die Grundwerte dargestellt-oder findet das heute nicht mehr statt?

Der Geschichtsunterricht zu den Jahren bis 1945 wurde als halbherzig oft beklagt, als ich noch bis 1978  das Abitur absolviert habe, nur war dem de facto oft nicht der Fall, sondern zahlreich Behauptungen und Stimmungsmache einiger m.E  weniger, die ihre Hetze betrieben  und einen zum Querulanten haben wollten. Niemandem ist es doch genommen, Bücher zu lesen, sich Urteile zu bilden über die Vergangenheit und all das, was da war. Niemandem war es doch genommen, mit seinen Eltern zu reden und dies zu verstehen oder manches halt nicht zu verstehen. Man muss es doch nur tun und man muss das auch zulassen.

Und manche bejammerten doch ebenso enorm, Schulen seien Lernfabriken geworden, den Kindern würde zu viel zugemutet und zuvor hieß es, Schulen wären zu wenig kreativ, würden zu wenig das Individuelle beachten und zu wenig auf die Schüler eingehen. Nichts von alledem habe ich so je erlebt, aber nervig mindestens jene nörgelnden Menschen, die immer glaubten man müsse gleich auf die Barrikaden gehen. Ich habe gelernt ohne Ohrfeigen, und das geht, ohne den Zollstock, und auch das geht, denn niemanden war es doch genommen, Bücher zu lesen, seinen Kopf zu benutzen und zu denken und ebenso auch zu handeln, sich Meinungen und Urteile zu bilden was denn alles richtig ist, was andere so erzählen.

Gewiss, manchmal hat es mit dem Umfeld zu tun, mit dem Elternhaus vielleicht,  mit falschen Freunden und manche Leute sind halt einfach so, oder nicht?

-  II   -

Nur das was heute so stattfindet, das geht aber doch beleibe nicht und was finden etwa denn Menschen so reizvoll immer wieder an der Hitlerfigur, wie sich ja gar Herr Polt dazu äußert, wobei der Rest des Interviews seltsam keine Stimmigkeit aufweißt. Beabsichtigen denn Leute heute die Hitlerfigur sympathisch darzustellen? So viel Dummheit kann es doch gar nicht geben und auch da kann ich nur sagen, in der Tat, das sind diese Jahrgänge (Polt ist ja 1942 geboren), die da mit etwas nicht fertig werden wollen.

 

Polt: „Adolf Hitler hatte Charme und Schmäh!“, erzählt Polt der Zeitung.


Die suchen nur verzweifelt nach einer Legitimation oder Rechtfertigung für das was da geschah, dass die Eltern auf den reingefallen sind, dass ein ganzer Staat mit marschieren konnte? Können die nicht endlich auch mal Ruhe geben mit ihren nervigen Themenfokus. Wieso denn einem Unmenschen wie Hitler immer wieder so viel seltsame Ehr geben?

Immer noch nichts verstanden haben doch jene, die immer wieder in dieses Wespennest stochern wollen. Und obwohl Tilman Moser von Frau Rutschky ja schwer kritisiert wurde und seine Lektüre als Psychobubble abgetan, könnte man ihm dazu jedoch recht geben mit seiner Generationensicht dazu, und verstehen bedeutet ja längst nicht etwas tolerieren oder entschuldigen, sondern den Schritt fertig bekommen, nicht pausenlos nur verurteilen zu wollen und wo das nicht gelingt, nach faden Scheinausreden oder Erklärungen zu suchen.

Woher nimmt G.Polt denn solche Einschätzungen:“ …Ich habe mich mit einigen Leuten unterhalten, darunter dem Hitler-Biografen Werner Maser und dem Kabarettisten Werner Finck. Wir wollten uns mit dem Geheimnis befassen: Was steckt hinter Adolf Hitler, der für die einen ein Rattenfänger war, während die anderen wie das Kind im Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ sagen: „Der ist ja nackt, da ist ja nix!“…

Leichtsinn ist das, nicht nur fade. Ist denn manch bundesdeutsche Verlegenheit so mager geworden? Mich macht das betroffen wie auch damals um meine Jugendjahre und jung Erwachsen, wenn ich mit den Größeren, also den z.B. 30jährigen zu tun bekam und mit ihrem seltsamen Humor und Witzigkeit: besserwisserisch, herablassend manchmal, keine Kritik ertragend oder dulden wollend, im Grunde oft nicht kommunikationsbereit aber belehrend.

Das hört sich eher wie eine Dauerbeschimpfung als ein verstehen wollen an, schreibt T.M. (S.205); eine nicht nachlassende Wut auf die Deutschen durchdringt den Text nach A. Mitscherlich: die Deutschen um 1960. Einfühlung sei kaum zu erkennen.

Die 2.Generation der Nachkriegsjahre, die 68er, hätten sich in Empörung und Anklage verschanzt gehabt und die älter gewordenen Eltern waren umso mehr verhärtet worden. „...und sie fühlte sich sicher, und zwar auch als verdammendes Kollektiv, mit den Argumenten und der Haltung des Buches: Die Unfähigkeit zu trauern.

Diese „inquisitorische Verstockung … einer ganzen Generation ... formte ein Klima, an dem eine sich bildende Gesprächsbereitschaft scheitern konnte. …. Die 68er Lehrergeneration trug den Gestus der Anklage auch in die Schulen. So dass sich die Spaltung der Familien vertiefte…. Und auch die Psychotherapie und die Seelsorge habe verlernt zu fragen,  oder sie haben es nie gelernt“ gehabt.

„…. Oder dann beginnt der Zweifel. Sie sucht dauernd die Scham der Elterngeneration. Aber: was will ich denn? Mich als Missionarin in Sachen Scham gerieren? Das Deutsche Volk auf den längst überwucherten Pfad der Reue führen..? Ganz langsam verebbt die Wut der standardisierten Anklage, und dann wird allmählich deutlich, dass auch die nächste Generation sich noch mit einer Verleugnung geschützt hat … nicht von verstrickten Eltern abstammen zu wollen. „(Gabriele v. Arnim nach T.Moser. S.215 )

Erst die 3. Generation lernt das Fragen und bei den 40-55jährigen war eher geprägt von einer eher unbewußten psychischen Loyalität als hervortretender Wesenszug, einem bedrohten Zusammengehörigkeitsgefühl der Familien, und nicht dem Gruppenzwang der Inquisition.“

-  III   -

Wozu ich dies hier mit nenne? Weil offenbar der Maßstab insgesamt verfehlt ist wie auch an der Sache der Abtreibungen deutlich wird und da ist Frau Schwarzer ebenso schon ihre Jahrzehnte auf dem Nivellierungstrip und widersprüchlich doch ebenso. Wieso alle Männer betiteln statt nur die, um die es doch faktisch geht oder um die es ursprünglich auch Frau Pizzey ging. Genauso ist es unlogisch oder ist es dumm, von ungewollter Schwangerschaft z.B. reden, denn wieso nicht zuvor verhüten. Die Pille gab es schon damals, als Frau Schwarzer auf die Barrikaden wollte und ebenso war auf fast jeder Männertoilette der Kondomautomat. Aber nein, stattdessen wollen Menschen päpstliche Bekenntnisse oder r-k kirchliche Aussagen, ohne ein Glaubensbekenntnis zu geben bzw. dieses lautet ja: wir sind Selbstbestimmt und mein Köper gehört mir und Männer haben nichts zu sagen.

Oder wie es in der Zeitung lautet,

"As a patient in Sweden it must be very clear what  (healthcare) you can expect  according to Swedish law," the Swedish Association of Health Professionals (Vårdförbundet) vice chairwoman Pia Arndorff told TT.

Wehe Menschen haben ein Gewissen oder berufen sich auf den christlichen Glauben, ihre Gewissensfreiheit oder warum es die denn nicht geben sollte, gibt es Ärger?

Oder wie es im Telegraph steht:

“ Indeed, the degree of specific regulation concerning this subject area is pitiful, reflecting perhaps a wider view that religion isn’t a “proper subject”, or that there is something slightly embarrassing about talking about God in the classroom.


Man macht sich unbeliebt, über Gott zu reden? Shocking enough.

„ …. says John Keats, chairman of the Religious Education Council of England and Wales (REC), “but there seems to be an unwritten rule in the Department for Education, 'Don’t talk about RE as it will only get you into trouble’.”

Und betreffs Polt, auch da merkt man sehr wohl, das hat vieles mit diesen Jahrgängen zu tun,  Zumindest geht es mir dabei so, die den Generationenkonflikt nur heraufbeschwören, die sich keine Gedanken machen wollten, dass sie nicht mehr jung sind sondern schon alt geworden und dass bereits andere Jahrgänge im Leben stehen, dass ihre Erkenntnis nicht die der anderen ist, die sich diesen Käse immer wieder anhören müssen, und sich dem gar noch dreinfügen durch die neuen Gesetzeslagen der Gleichheitsreform.

Wer sich nicht wert lebt verkehrt und Herr N.  Sie sind aber ein Gesässloch sagte Herr F. im Bundestag. Das kann doch nicht gesagt sein lassen-oder?

Wie du mir so ich dir und was du nicht willst das man dir tu. Ich habe kein Problem mit meinem Glaubensbekenntnis an Gott, den Vater im Himmel und Jesus Christus, seinen Sohn..

Ihr habt gehört, daß gesagt ist: Auge um Auge und Zahn um Zahn. Ich aber sage euch: Widersteht nicht dem Bösen, sondern wenn jemand dich auf deine rechte Backe schlagen wird, dem biete auch die andere dar;  und dem, der mit dir vor Gericht gehen und dein Unterkleid nehmen will, dem laß auch den Mantel. Und wenn jemand dich zwingen wird, eine Meile zu gehen, mit dem geh zwei. Gib dem, der dich bittet, und weise den nicht ab, der von dir borgen will.
(Markusevangelium, 5)

Wie viele Meilen muss man da denn noch mitgehen bei denen? Ärgerlich ist halt, dass da zu viele Spötter sind.

Denn auch das gilt es zu beachten:


7,6 Gebt nicht das Heilige den Hunden; werft auch nicht eure Perlen vor die Schweine, damit sie diese nicht etwa mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen.



Sie glauben vielleicht, dass Sie keine Perlen haben?


Obendrein ist auch schockierend, wenn sich manche gar noch getrauen mit der Nächstenliebe erpressen zu wollen. Das alles habe ich schon erlebt. Nur sind jene mehr die Fanatiker als manche Christen oder katholische etc. Menschen, die zumeist noch weitaus mehr in ihr falsches Kritikerrepertoire packen. Zumeist sind sie ohnehin nur Spötter und Lästerer, die verhöhnen und sich benehmen wie die Psychopathen, die Wahn haben, man wolle sie mit konservativen oder sonstig für sie ablehnenswerten Werten nur überhäufen und das ohne je in Berührung gekommen zu sein. Nur mit Logik kann man da nicht beikommen, den üblich für kommunikative Menschen nahen Methoden und Gespräch. 

Drum reden die auch so gerne wohl von den Höllen. Und wie kam das, dass welche gar geglaubt haben, dass die normalen Leute normal sind. Was verstehen die denn unter normal? Wer die sind? Na die halt. Ich bin da nicht so wie die. Und Sie?

Man sollte wieder manchmal zurückkehren zur üblichen Sprache, die nicht so nach Schulhof klingt oder immer gleich von den Pupsen reden wie der von der SPD, na der Herr Schröder war´s doch? Obwohl ja, und ich sage das als Laie dieser Materie, haben sogar die Rocker es geschafft, ihre Grenzen zu bauen, was die meisten heute nicht mehr können. Sicher, sie waren ja auch kriminell, aber einfach für die Polizei, sie wußte auch gleich, wo man nachzuschauen hatte.

Aber heute die gehen ja nur auf die Leute los und sind eh nur fade, aber nicht ganz ungefährlich? von Redlichkeit ist die Rede? 

"...staff had told her that her refusal to assist with abortions was not straightforward. ..."

Da ist von Unterstellungen die Rede und das muss doch auch bei uns manchem nur bekannt erscheinen, allzu bekannt?Als ob Menschen plötzlich ein falsches Gewissen hätten, weil sie den Mainstream nicht mehr verstehen wollen oder weil Menschen Falschaussagen abgerungen werden wie zur Sache Frauenhauslüge Augsburg oder wenn Frauen bedrängt werden, doch schlecht über den Exmann zu reden. Auf den Männerblogs ist solches ja nachzulesen und überrascht mich schon gar nicht.

Du sollst nicht falsch Zeugnis reden ist doch ein Gebot. 

Wieso die Hebamme also berichtigen wollen, ihre Überzeugung zu verleugnen. Das ist doch nicht mehr redlich. gleiches waren ja Bedrängungen schon nach §218, die Ärzte müssen doch, weil das ist doch legal, die haben doch nichts zu befürchten dann .... 

ach nee!!! Ich war in der Tat zu oft von falscher Brut umgeben, und so nannte es mein Herr Rea vor längerem.


Kunst und Fotos ©H.Scheitl
Foto: röm-kathJugendarbeit 1974




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