Ist halt nur Kauderwelsch, sagen die einen. Ein paar Worte zu den Parteiprogrammen.
Kauderwelsch aber reden auch zahlreiche andere Naturen und was der Verein deutsche Sprache zu den Parteiprogrammen berichtet, ist ebenso längst ein Phänomen in der Gesellschaft, damit aber ist nicht gesagt, dass das ein alter Hut ist! Damit wäre ja der Verein deutscher Sprache nur diskriminiert und daran liegt mir nicht.
Immerhin sind sie kürzer geworden, die Parteiprogramme. Es konnte also Papier gespart werden und Druckerschwärze und die Maschinen waren nicht so lange in Betrieb wie üblich, was Stromkosten gespart hat. Um zu spekulieren, ist das weniger ein Verschwenden von Steuergeld, denn Parteien haben ja ihren eigenen Spendenfont.
Zynismus? Gewiss eine Anspielung und auf welchem Niveau heute argumentiert wird. Bagatellargumente werden zum Problemfaktor, sind Pull-faktor, so wie hier noch im November zahlreich berichtet wurde, es geht nicht, denn wir haben gerade kein Papier mehr, hieß es: Neuwahl würde nicht an Papiermangel scheitern - n-tv.de. Das ist gefährliches Kasperletheater, ist die Macht der Dummen.
"Du kannst doch so nicht ausgehen, da ist eine Laufmasche in den Nylons". Wieso nur fällt mir gerade der selbst gestrickte Frauenwitz aus den 70er Jahren ein? Frauen, oder besser, diese Frauen, wollen intellektueller und intelligenter sein in den Führungsetagen, an attraktiven Arbeitsplätzen oder in und mit der Politik, doch das scheint nur so zu sein? Gehörig Portion Diskriminierung ist da im Spiel.
Der gemeinsame Nenner sollte, muss zunächst doch Ausbildung und Qualifikation sein.
Das Hautanliegen, die größere Katastrophe, wird weggepuscht.
Kaufhäuser bieten lange schon "sale 20%" oder mal "Sale 50%" an, es gibt "cofé to go", der neue Cofe-to-go Becher heißt Cup und natürlich wie immer, mit Mädchen, denn das ist besser für den Kundenfang, was längst alle wissen, denn der Verbraucher, das sind ja wir, wurde inzwischen aufgeklärt, er sei nur manipuliert von der Werbung.
Zumindest die Werbung weiß das, denn es ist deren Stategie,mit Erotik, Schönheit, Gruppe, Zugehörigkeit, Statussymbolen, dem Image, der Motivlage mit oder ohne Tattoo, mit Gefhlen, Angst, Liebe, Sehnsucht, den Vorurteilen undsoweiteretceterapepe. zu arbeiten. Das will überlegt sein, sagen sie dort bei denen. Ob es versteckte Symbole gibt, verschleierte Hinweise, kann ich so nicht sagen. Manche suchen ja gar nach Geheimcodes.
Übrigens rege ich mich dazu nicht auf, gar nicht, denn das wäre der Erfolg der anderen. Sind Sie etwa ein Mitläufer?
Wir haben uns doch alle so lieb ...... hm. Ob schwarz oder weiß, in Italien ist es heiß.
Der Discounter n. (den Namen lasse ich mal beiseite) hat sogar ".... Specialbuys - Ambiano Coffee To Go - Cup of Joe 2 go!"
Wumms,Wumms,Doppelwumms? Die Beklopften sind am Werk. Wer kann das noch, auf vernünftiger Basis argumentiernd, bestreiten? Wem das noch gelingt, der hat ein Wummsdiwumms.
Wie sagte die Jugend heute, so das stimmt, das so Jugend heute ist: do it, do Aldi, do Lidl, do pizza ....GoPizza gibt es sogar. Jemmine? "Ultra korregd Alder?"
Sorry, but by the way, there is no go!
Mit großstädtischen Hinterhofasseln ist nicht zu reden. Hunde gehen wenigstens noch dressieren.
Hier ein Pseudowerbebeispiel:
Also sei doch kein Eumel, kauf einfach "Dasda". Wir versprechen dir, mit Dasda hast du keinen Ärger. Das wissen "Dasda-Kunden" schon lange.
So ist Werbung. Ist so die Werbung? So ist Werbung heute: dümmlich, naiv und infantil. Gejeckt? Verklickert?
Mit Covid wurde ja deutlich, daß auch welche mit Aluhut unterwegs waren. Bezeichnend. Hat die Presse nicht gespottet über sie? Warum nur. Aufheben für später.
Und es gibt sogar schon "KeepCup Original Coffee To Go Becher". Es nimmt einfach kein Ende.
Infobrief
Hier nun schlussendlich zum Infobrief des Vereines deutsche Sprache und Abriss einer Studie des Komm.wiss. Prof. Dr. Frank Brettschneider über die Wahlprogramme der Parteien. Die Wahlprogramme sind kürzer, aber immer noch schwer verständlich, ist ein Ergebnis.
Bandwurmsätze, Wortungetüme und anglizistische Fachgebriffe machen es für den Laien nicht veständlich. Was etwa ist Catcalling?
"Sprache der Wahlprogramme
Die Wahlprogramme der Parteien sind in diesem Jahr kürzer geworden, so eine Studie derUniversität Hohenheim in Stuttgart. „Hier macht sich die knappere Zeit für den Wahlkampf und seine Vorbereitung bemerkbar“, sagt Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Frank Brettschneider. Insgesamt seien sie etwas verständlicher als bei der Wahl 2021, jedoch von einer grundsätzlichen Verständlichkeit oft noch weit entfernt. Beim BSW stechen Bandwurmsätze mit bis zu 69 Wörtern hervor, bei der FDP finde man Wortungetüme wie „Telekommunikationsnetzausbaubeschleunigungsgesetz“, CDU/CSU, Grüne und SPD nutzten schwer verständliche englische Fachbegriffe wie „Small Modular Reactors“, „Quick-Freeze“ oder „Catcalling“. Das formal verständlichste Wahlprogramm sei das der Union, das formal unverständlichste stamme von der AfD. BSW und AfD verwendeten außerdem die populistischste Sprache. Das längste Wahlprogramm stamme von den Grünen: 30.693 Wörter wurden hier gezählt. (uepo.de)"
Dass alle Parteien auch verständlich formulieren könnten, so der Professor, zeigen die Einleitungstexte der Pogramme, denn die seien soweit in Ordnung.
"... in den Einleitungen und im Schlussteil ... erreichen die Parteien meist mehr als 10 Punkte auf dem Hohenheimer Verständlichkeitsindex. Die Themenkapitel sind hingegen das Ergebnis innerparteilicher Expertenrunden. Diesen ist meist gar nicht bewusst, dass die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler ihren Fachjargon nicht versteht. Wir nennen das den ‚Fluch des Wissens’.“Um am Beispiel Quick Freeze zu bleiben, hier ein Artikel vom September 2022, der dummerweise den Genderkram benutzt und Politiker
https://netzpolitik.org/2022/quick-freeze-und-login-falle-was-kommt-nach-der-vorratsdatenspeicherung/
Wie gesagt,war das 2022. Die Zeitung Vorwärts1), was das ist kann nicht sagen, unten ist der kurze Hinweis, dass es das SPD-Blatt ist, die ebenso aufklärend dazu ist und sie hat im April 2024 berichtet, die Vorratsdatenspeicherung wird nicht gestrichen.
2007 wurde die Vorratsdatenspeicherung von der damaligen Großen Koalition zum ersten Mal eingeführt, dann aber 2010 vom Bundesverfassungsgericht wegen unzureichendem Schutz der gespeicherten Daten gekippt. 2015 führte die nächste Große Koalition die Vorratsdatenspeicherung wieder ein. Aufgrund rechtlicher Bedenken wurde sie aber nie praktiziert. Im September 2022 erklärte der Europäische Gerichtshof (EuGH), dass das deutsche Gesetz gegen EU-Recht zum Datenschutz verstößt.
Die Vorrratsdatenspeicherung steht immer noch im Gesetzblatt, in den Paragrafen 175 bis 181 des Telekommunikationsgesetzes (TKG). Das Justizministerium wollte sie eigentlich streichen, doch die Bundesregierung beschloss nun, die Paragrafen nicht zu entfernen. Da die Normen aber nach dem EuGH-Urteil gar nicht angewandt werden dürfen, hat dies wohl nur symbolische Bedeutung, quasi als Trost für Innenministerin Nancy Faeser (SPD).
Entschädigung muß aber genug sein.