Samstag, 6. Januar 2018

Wer nicht alles psychisch krank ist


Vom Präsidenten bis zum Möbelhaus und dem Laufsteg

Politiker oft im Besonderen, wird gesagt. Schauspieler, Musiker, meist dann die Models und Laufstegfrauen, meist sind sie laut Psychologen und der Klatschspalte kleptoman, Hoteldiebinnen, süchtig nach Schuhen oder sind magersüchtigt, haben Kaufhausticks und Kaufticks. Das Fernsehen segnet ja derzeit öfter mit der Shopping Queen, der Einkaufskönigin. Hurra den Frauen heute, die ihr Geld damit auf den Putz hauen können, das sie gar nicht haben. Sind Frauen bestechlich? Wollen Männer bestechen? Wollen die Gutmenschen bestechen? 

Ein Lockmittel ohnegleichen allemal ist das Geld. Werbung arbeitet fleißig damit, wird öfters unlauter mit den Machenschaften denn sie lauter ist, hat manchmal relativierenden oder unter Umständen sogar harmonisierenden Charakter, wenn sie auf den Boden des Humors holen will. Ikea hat ebenso eine neue Werbestrategie, weg von der Küche hin zum Schlafzimmer: der Kleiderschrank für den Mann ist Gegenstand und wie langweilig ist die Ehefrau oder das Blinddate dazu im Gegensatz.

Man wird „auf die Fresse fliegen“ mit seiner laienhaften „Überpsychologisierung“ dank des „neuen Wissens“, dass wir ja alle irgendwie narzisstisch gestört sind oder seien. Es sei unterstellt: Die wenigsten Leser werden sich davon frei machen können (Buchkritik an Maaz)

Alle sind irgendwie Plem, haben ein Schepperchen weg,
nen Bembel … sagt der Volksmund.

Aber halt, nicht dass das nicht sein kann.

Die Psychotherapie müsse ihre Grenzen akzeptieren sagt
Psychotherapeut Peter Tyler Professor für Pastoraltheologie
und Spiritualität, London

Jesus in sein Herz lassen.
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IKEA Werbung: TV-Spot "Verführung" 2015 von KEA Deutschland Am 12.01.2015 veröffentlicht 


Im Schlafzimmer gehts manchmal ganz schön leidenschaftlich zu – beim Thema Ordnung zum Beispiel. Schau dir an, wie verlockend ein ordentlicher IKEA PAX Kleiderschrank sein kann.
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Nero Claudius Caesar Augustus Germanicus (* 15. Dezember 37 in Antium; † 9.[1] oder 11. Juni 68 bei Rom) war von 54 bis 68 Kaiser des Römischen Reiches. Er sah sich selbst als Künstler und war der letzte Kaiser der julisch-claudischen Dynastie. …..

In der Nacht vom 18. zum 19. Juli 64 brach in Rom ein Brand aus, der sich durch starken Wind sowie dichte und hohe Bebauung rasch ausbreitete. Innerhalb von neun Tagen wurden zehn von 14 Stadtteilen angegriffen und drei komplett vernichtet. Es wurden Gerüchte laut, dass Nero selbst das Feuer habe legen lassen, um die Stadt neu aufzubauen und insbesondere Platz für einen riesigen Palast, das „Goldene Haus“ (Domus Aurea), zu schaffen. Angeblich beobachtete und besang er den Brand vom Turm des Maecenas aus, während er sich selbst auf der Lyra begleitete und Verse vom Fall Trojas deklamierte. Laut Tacitus habe er dies zu Hause getan.

Tatsächlich aber befand sich Nero in seinem 50 Kilometer weit entfernten Geburtsort, seiner Sommerresidenz Antium, während der Palatin in Flammen stand. Er reiste nach Rom zurück, öffnete seine Gebäude für Obdachlose und senkte den Getreidepreis…..

Dennoch ist Nero als Brandstifter Roms in die Geschichte eingegangen. Dass er selbst die Stadt angezündet hat, kann ausgeschlossen werden, eine Beauftragung anderer jedoch nicht,[26]…. https://de.wikipedia.org/wiki/Nero
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Während der Französischen Revolution wurde die Guillotine per Dekret der Nationalversammlung vom 20. März 1792 als einziges Hinrichtungswerkzeug eingeführt…. Zudem sollte aber der Gleichheitsanspruch der Revolution auch bei der Hinrichtung gelten: Vorher war das Enthaupten den Adeligen als „edle“ Todesart vorbehalten, einfache Leute wurden am Galgen gehängt. Mit der Guillotine wurden alle Hinrichtungen vereinheitlicht. Ein Arzt wollte lediglich die Todesstrafe sozusagen humanisieren: damit das Köpfen nicht so weh tut.

Als erster Mensch wurde am 25. April 1792 der Straßenräuber Nicolas Jacques Pelletier mit der neuen Guillotine öffentlich hingerichtet…..

Die Hinrichtung von Ludwig XVI. und Marie Antoinette hatte in der deutschen Aufklärung ein derartiges Echo, dass man sich mit der vorher begrüßten Revolution in Frankreich gegenüber den sich dort abzeichnenden Vorgängen zunehmend kritisch auseinandersetzte.

Bis zur Untersagung der Todesstrafe 1981 wurden in Frankreich Todesurteile durch die Guillotine vollstreckt. (!!) …. https://de.wikipedia.org/ Liste während der Französischen Revolution hingerichteter Personen
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Als „kranker Mann am Bosporus“ wurde im 19. Jahrhundert das geschwächte Osmanische Reich, aus dem später die Türkei hervorgehen sollte, von vielen Medien der damaligen Zeit persifliert. Im 19. Jahrhundert wurde das vormals mächtige Osmanische Reich durch Aufstände innerhalb seiner europäischen Territorien (Rumelien) geschwächt und immer mehr zum Spielball der europäischen Mächte. 

…Der russische Zar Nikolaus I. prägte den Spruch vom kranken Mann erstmals 1852 in einem Gespräch mit dem britischen Botschafter. Die Orientalische Frage (betreffend den Fortbestand des Osmanischen Reiches) könne binnen kurzem ein für alle Mal gelöst werden, wenn Russland und Großbritannien sich einig seien:

„Wir haben einen kranken Mann auf den Armen. Es wäre ein Unglück, wenn er uns eines Tages entfallen sollte… Helmuth von Moltke, der sich von 1836 bis 1839 als Instrukteur der türkischen Truppen im Osmanischen Reich aufhielt, formulierte:

 „Es ist lange die Aufgabe der abendländischen Heere gewesen, der osmanischen Macht Schranken zu setzen. Heute scheint es die Sorge der europäischen Politik zu sein, ihr das Dasein zu fristen.[2]“
 (Wikipedia)
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Heute halten sich alle für normal, nur die früheren, über die kann man reden wie über Kaiser Nero oder zur Guillotine aus Frankreich, um die Adelswelt zu dezimieren, sie vom Thron der Macht zu stürzen, sie für das ausschweifende frevelhafte Leben zu bestrafen, die das Volk nur unterdrückt und in Armut leben läßt.

Psychologie und Psychiatrie erklären heute viel. Bücher mit Titeln wie: wie narzisstisch ist unsere Gesellschaft, gab es vor Jahren haufenweise oder ebenso zum Thema Sucht in der Gesellschaft. Kaum etwas und kaum jemand war davon verschont.


Renommierter Psychiater bestätigt:  mit 116.990 Aufrufe, Deutsche Spitzenpolitiker psychisch gestört und ist aus der Wissensmanufaktur. Was diese ist, lasse ich hier mal so stehen obwohl die vormals Eva Herman des TV mitwirkend ist. Humor? Und wenn schon.

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Angela Merkel ist nach Einschätzung eines renommierten Psychiaters schwer psychisch krank und eine Gefahr für Deutschland.

Sie habe nach Diagnose des anerkannten Psychiater und Psychoanalytikers Hans-Joachim Maaz[1] jeglichen Bezug zur Realität verloren. Ihr Verhalten sei vollkommen irrational. Merkel leide an einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung, und stelle eine Gefahr für ganz Deutschland dar. Sie nimmt die realen Schwierigkeiten in Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise nicht zur Kenntnis und zeigt sich stur gegenüber Kritik. (plusmedia)

Merkel beharre auf Positionen, die eine wachsende Zahl der Bürger nicht mehr akzeptiere. Wenn Merkel weiterhin an ihrem Machtkampf festhält, dann stehe ihr ein psychischer oder psychosomatischer Zusammenbruch bevor, so Maaz. Verhalten-der-kanzlerin

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Manchmal wird übersehen, dass nicht überall Vorkoster vonnöten sind. Wem muss man heute nicht alles nur vorkauen! Jeder kann rechts lesen oder auch links lesen. Das Problem ist nur, wie damit fertig werden. Und kommt doch nicht jeder in den Genuss wie der Heilige Josef, als er mit Maria unterwegs war. Obwohl wer weiß das schon, wer kann oder möchte dies gar mit Gewissheit anzweifeln, es gäbe nicht irgendwo oder manchmal einen Schutzengel?

Josef wurde rechtzeitig von einem Engel gewarnt und er floh danach mit seiner Familie nach Ägypten, um sich dort vor den Häschern des Königs zu verstecken und das Leben des Kindes zu retten. Nach dem Tod des Herodes kehrten Maria und Josef wieder nach Judäa zurückTag-der-unschuldigen-kinder
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Unsere Gesellschaft ist in die Narzissmus-Falle geraten. Solange wir keine Mittel und Wege finden, den Narzissmus und die ihm zugrunde liegende Bedürftigkeit zu zähmen, so lange gleichen alle unsere Versuche, die Krise zu überwinden und die gesellschaftlichen Verhältnisse doch noch zum Besseren zu verändern, einem Stühlerücken auf der Titanic. Gier – den Hals nicht voll kriegen zu können, so lautet die mit Abstand häufigste Antwort auf die Frage nach der tieferen Ursache der Krise unseres Finanz- und Gesellschaftssystems. Der Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz gibt sich mit dieser Antwort nicht zufrieden. Gier, sei es nach Geld oder anderen Lebensvorteilen, so kann er zeigen, ist Ausdruck einer narzisstischen Störung. Der narzisstische Mensch ist im Kern ein um Anerkennung ringender, stark verunsicherter Mensch. So tut er alles, um die Bestätigung, die er zum Leben braucht, zu erhalten. Diese narzisstische Kompensation bedarf ständig erweiterter Ablenkung durch Konsum, Besitz, Animation und Aktion. Gier ist keine spezifische Charaktereigenschaft etwa von Bankern oder lediglich Folge falscher Anreize: Für Maaz ist sie ein zentrales Symptom der narzisstischen Bedürftigkeit der meisten Bürger der westlichen Konsumgesellschaften. Besonders ausgeprägt ist sie allerdings bei den Trägern gesellschaftlicher Macht anzutreffen: bei Politikern, Managern und Stars. Buchbesprechung Amazon

Und natürlich mit Kritik, nicht dass sie überflüssig ist. Doch meist taucht die Frage auch auf, wem ist was wozu nütze. Der kritische Schlusssatz jedoch trifft durchaus vieles der Gegenwart und des Menschen heute: jeder glaubt plötzlich Psychologe zu sein.
Marshall Rickets Fuchsjagd

Kritik zu «Die narzisstische Gesellschaft» von Hans Maaz
soft-skills , Blog

Der Chef ein Narzisst? Ein großspuriges Arschloch, das den Affen macht, blendet, keine Fehler zugeben kann?

Die Schwester ein Häufchen Elend, bei der es mit etwas mehr Selbstbewusstsein doch viel besser laufen könnte….

Und dann noch die überemotionale Mutter, die nie loslassen konnte, …

Und dann der arrogant-abgeklärt-kalte Politiker, bei dem „man“ sich fragt, was das eigentlich für „Typen“ sein müssen, ….

Der überzogen kampflustige Gewerkschaftsfunktionär, der sich in seiner Rolle und Macht gefällt ...

Und dann noch die zwei neidisch-konkurrierenden Kollegen, die im Wettbewerb stehen um Positionen auf der Konzernleiter, .…

Und in aller Überlegung stört schon wieder dieser narzisstische Chef, der so pseudo-empathisch …..

Plötzlich sehen wir überall Narzissten

Doch Vorsicht: Vorsicht vor zu viel angeblichem ‚Verständnis‘, zu viel schneller ‚Weisheit‘ und zu viel ‚Psychologisierung‘. Das Buch birgt eine große Gefahr für den Leser: Man glaubt plötzlich, „man sei jetzt Psychologe“ (Psychoanalytiker, Psychotherapeut). Man „verstehe jetzt das Verhalten anderer“. Und plötzlich sieht man überall Narzissten.

Irgendwie ist jetzt jeder Narzisst.…
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Mit dem Flammenwerfer hingerichtet

Die Grausamkeit von Nordkoreas irrem Diktator kennt offenbar keine Grenzen!
Jetzt soll Kim Jong-un einen Beamtenstab abgeschafft haben, der seinem getöteten Onkel unterstand. Nach Informationen der südkoreanischen Zeitung „Chosun Ilbo“ ließ Kim außerdem elf hohe Beamte hinrichten oder einsperren.

Besonders pervers: Der stellvertretende nordkoreanische Minister für öffentliche Sicherheit, O Sang-hon, wurde angeblich mit einem „Flammenwerfer“ bei lebendigem Leib verbrannt. Das berichtet „Chosun Ilbo“ unter Berufung auf eine anonyme Quelle.

Im vorigen Dezember ließ Nordkoreas Diktator seinen mächtigen Onkel hinrichten. Seitdem will Kim offenbar mit allen Mitteln Jang Song-thaeks Anhänger ausschalten. Er soll auch dessen ältere Schwester und ihren Ehemann und früheren nordkoreanischen Botschafter in Kuba umbringen lassen haben.

In den vergangenen Monaten gab es auch immer wieder Berichte über perverse Hinrichtungsmethoden in Nordkorea.

Wie die in Hongkong ansässige Zeitung „Wen Wei Po“ berichtete, soll Kim Jong-un seinen Onkel und früheren Mentor von ausgehungerten Hunden zerfleischen lassen haben.

Jang Song-thaek († 67) soll demnach mit fünf Vertrauten nackt in einen Käfig gesperrt worden sein. Vor den Augen von Kim Jong-un und 300 weiteren Funktionären wurden der Zeitung zufolge 120 Hunde auf die Männer losgelassen.

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Säbelrasseln in Nordkorea: Kim Jong-un bezeichnet Trump als „geistesgestört“, 32.850 Aufrufe , N24 Am 21.09.2017
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Putins Tränen: Die Emotionen eines Narzissten,  www.welt.de

Wie kann der Putin nur, wird bejammert, Frau Merkel einen Hund zumuten, da er doch wisse, sie mag keine Hunde.

 .... mit Foto sputniknews und natürlich auch anderswo

Bierhoff: Narzissten erleben ihre persönlichen Erfolge sehr intensiv. Und sie sind sehr emotional. Dann kann es sein, dass sie bei Erfolgen eher weinen. Aber natürlich gibt es starke individuelle Unterschiede. Die öffentlichen Tränen von Herrn Putin passen aber absolut ins Bild. Welt.de über Putin

Ein Kriminalpsychologe analysiert : Warum Merkel mit Putin> über Merkel und Putin


Der Kriminalpsychologe Jens Hoffmann behauptet, dass unter Spitzenpolitikern und Wirtschaftsbossen oft Sadisten, Psychopathen und Narzissten sind.

Oder wer noch an Objektivität glaubt, dem ist vielleicht der Deutschlandfunk dazu lieber, oder auch nicht mehr zu helfen; aber wer weiss das schon:

dfNova schließlich geht es manchen ja nur um die Sichtweise, wieder andere finden ein Haar in der Suppe, andere wurden angeschwärzt und wo die Wahrheit ist? Irgendwo dazwischen. Köpfe sind alle schon gerollt.

Nein, was ist denn das Entscheidende? Natürlich, wo soll es denn hingehen und dann wird über den Weg noch gestritten. Typisch Mensch, sagt mancher dann wiederum und sucht nach Weisheiten des Lebens.

Wladimir Putin muss alles unter Kontrolle haben - auch sein Gegenüber. Dabei überschreitet er gerne Grenzen: Als Angela Merkel ihn in Sotschi besuchte, lag sein Hund ihr zu Füßen, obwohl Putin genau wusste, dass die Bundeskanzlerin Angst vor Hunden hat.

Der Psychologe Jens Hoffmann hat Führungspersönlichkeiten analysiert. Er sagt, die meisten Chefs sind entweder Narzissten oder Psychopathen. Psychopathen handeln nur im eigenen Interesse und über als Chefs ihr Dominanzbedürfnis aus. Auf Putin treffe genau das nicht zu. Er sei viel mehr der Bosstyp, der alles unter Kontrolle haben muss.

Putin - ein krasser Typ (….)

 ak-heimatgeschichte.mitterfels    Gemälde einer Hirschjagd (um 1720)und  Konradin auf der Beizjagd

Zu den ritterlichen Tugenden zählten Demut (diemüete), Treue (triuwe), Beständigkeit (staete) und Mäßigung (mâze). Auch „Höfischheit“ (hövescheit, curialitas) wird oft erwähnt, d.h. das an einem fürstlichen oder königlichen Hof übliche Verhalten. Als höchster Wert des Rittertums galt hôher muot, eine seelisch-geistige Hochstimmung, die eng mit dem Lebensgefühl des Rittertums verbunden war. Quellen des „hohen Mutes“ waren heldenhafte Taten (z.B. im Turnier) und die „hohe Minne“ zu einer vrouwe.

mittelalter-entdecken (zum Blogschreiber: Als studierter Germanist beschäftige ich mich auch sehr gern mit mittelhochdeutscher Sprache und Literatur. Zudem interessiert mich die Mentalität der Menschen aus dem Mittelalter, die ganz anders war als unsere heutige. Blog Leben im Mittelalter von Impressum Dipl.-Ing. Christian Moser)

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Zum Buch mit Kritik: Ein Buch, das deprimiert?

Vorsicht zum Zweiten: Das Buch «Die narzisstische Gesellschaft» von Hans-Joachim Maaz ist sicherlich erhellend für jeden, der generell an Psychologie interessiert ist, insbesondere an den Unterthemen Psychoanalyse und Psychotherapie sowie ein Stück weit auch Sozialpsychologie. Es ist lehrreich für Menschen, die selbst narzisstische Züge an sich vermuten oder entdeckt haben. Und für Leser, die Menschen in ihrem Umfeld haben, deren Verhalten eine narzisstische Störung vermuten lässt. Aber: Der Preis, den man für das Lesen bezahlt, ist nicht ganz ohne – und zwar völlig abgesehen vom normalen Kaufpreis. Man ‚bezahlt‘ zusätzlich mindestens noch zweierlei:

Der Preis ist erstens die Tatsache, dass die Lektüre tendenziell als deprimierend empfunden wird. Denn: Maaz hat mehr als 40 Jahre Erfahrung als praktizierender Psychiater und Psychoanalytiker und war lange Zeit Chefarzt der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik des Diakoniekrankenhauses Halle. Und wenn er aus dieser Erfahrung heraus schreibt, dass man narzisstische Störungen nicht heilen kann, sondern maximal schlimmeres Unheil für sich selbst und andere eindämmen könne – dann stimmt das nicht gerade froh. Dies gilt umso mehr, als man bei der Lektüre das Gefühl bekommt (um nicht zu sagen: die deprimierende Gewissheit), dass große Teile der Bevölkerung in ihrer Person und Verhalten narzisstisch seien – dass das in einem gewissen Rahmen für unsere ganze Gesellschaft gelte. Denn darauf zielt der Buchtitel «Die narzisstische Gesellschaft» ja auch. Maaz versucht einige Ansätze zu beschreiben, wie man die ganzen Symptomatiken und Auswirkungen narzisstischer Störungen etwas reduzieren kann. Aber man bleibt als Leser zurück mit dem Gefühl: „es ist so“, „es bleibt so“, und „es wird sich wohl auch kaum etwas ändern“ (in unserer Gesellschaft und unserem sozialen Miteinander).Wer eh schon seine Probleme hat mit Aspekten wie: permanenter Wettbewerb in allen Lagen von Wirtschaft, Beruf, Leben; Vergleichsstress, ’sich behaupten‘, Sorge um den Eindruck anderer von einem selbst, die eigene Außendarstellung aber auch die nervige Selbstinszenierung und Selbstdarstellung anderer, Gier, Angeberei, Ellenbogen-Mentalitäten etc. pp. – der wird sich im Buch «Die narzisstische Gesellschaft» bestätigt fühlen. Und sich und seine Gedanken und Gefühle nicht nur bestätigt, sondern konkretisiert, zugespitzt, dramatisiert. Und wenn der Leser dann vom „Fachmann“ hört, dass sich das im Kleinen wie im großen Ganzen nicht ändern werde, ist das nicht gerade motivieren, euphorisierend oder „helfend“.

   Der Preis, zweitens, den man potentiell noch zahlen wird: Man wird „auf die Fresse fliegen“ mit seiner laienhaften „Überpsychologisierung“ dank des „neuen Wissens“, dass wir ja alle irgendwie narzisstisch gestört sind oder seien. Es sei unterstellt: Die wenigsten Leser werden sich davon frei machen können, plötzlich im Verhalten anderer an allen möglichen Stellen (angebliches) Kompensationsverhalten zu sehen. Und das spätestens nach dem dritten Bier in der Diskussion auch so kommentieren wollen müssen. Das wird oftmals schlichtweg unzutreffend sein, und gleichzeitig andere nerven, „sich das ständig anhören zu müssen“, dass man „wieder der Meinung sei, dieser oder jene würde ja nur XYZ kompensieren“.
Plausibel? Oder ist „Narzissmus“ nur ein theoretisches Konstrukt, das so schön handhabbar und oft passend ist?

   Die (stark) vereinfachte Theorie hinter dem Begriff „Narzissmus“ sagt ja, dass Betroffene in ihrer frühen Jugend und Kindheit einen Mangel an echter Liebe, bedingungsloser Anerkennung, Zuwendung, Aufmerksamkeit, Verständnis und Beziehungsqualität erlebt haben. (Das muss nicht bedeuten, dass die Eltern nicht maximal und nach bestem Wissen und Gewissen bemüht waren im Rahmen ihrer persönlichen Möglichkeiten, Fähigkeiten und den vorhandenen Umgebungsbedingungen! Laut Maaz überträgt sich manch Problematik oftmals über Generationen, so dass z.B. traumatische Erlebnisse und psychische Erkrankungen bei einem Großeltern-Teil sich auf ein Elternteil ausgewirkt haben und von diesem trotz allerbestem Einsatz zumindest zu einem Teil durch ihr Verhalten weiter übertragen wurden.) Mit dieser extrem einfachen bzw. vereinfachten Aussage „Als Kind zu wenig Liebe / Anerkennung erlebt“ wird dann als Theorie in den Raum gestellt, dass alles spätere Verhalten dieses Erlebnis oder Nicht-Erlebnis kompensieren und/oder verdrängen helfen soll.
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Die Psychotherapie müsse ihre Grenzen akzeptieren

Psychotherapeut Peter Tyler und Professor für Pastoraltheologie und Spiritualität an der St. Mary’s University in London

   Christus könne in die Tiefen des Unbewussten eintreten und dort Verletzungen heilen. …
   Die Katholiken müssten über den Wert und die Bedeutung der Beichte unterrichtet werden…. Die Beichte werde häufig nur als Mittel gesehen, um „reinen Tisch“ zu machen. Die sakramentale Beichte sei aber noch mehr. Sie sei „ein wunderbares Geschenk Gottes und der Kirche zur Heilung der Seele“, sagt er wörtlich.

   Sein veröffentlichtes Buch „Confession: The Healing of the Soul“ http://www.kath.net/news/62147

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Problem: Ferndiagnosen, Telefondiagnosen, Gutdünken, Eindrücke, Sichtweisen, Taten